Orthopädie, Bandagen
und Prothesen
(Skriptum Nr. 6)
- MN.: 24.286: Prototyp einer mittelalterlichen
Hand, Unterarmprothese. Diese Prothesen dienten
mehr der "Kosmetik" als praktischen Zwecken.
Erst später kam es zur Entwicklung des Choke-Armes.
- MN.: 27.919: Arbeitsarm, Unterarmprothese mit
Zusätzen für Arbeitsarm - Greifpinzette und
ein drehbarer Haken. Die Zusatzgeräte sind je nach
Bedarf auswechselbar und können speziell angefertigt
werden.
- Klumpfuß-Darstellung im Feuchtpräparat
und Versorgung durch Schuhwerk, sowie Retressions- und
Korrekturprothesen.
- MN.: 27.568: In der Fenstervitrine sehen Sie ein Paar
chinesischer Damenschuhe aus einer Epoche, in
der adelige Chinesinnen durch Bandagen ihre Füße klein
hielten (19. Jahrhundert, ungefähr 39jährige Chinesin).
Dazu die Bilder und Röntgenaufnahmen der Füsse.
- MN.: 22.585: Dreiteiliger Apparat aus Leder mit
Unterschenkelhülse und Fußsandale mit
vermutlich provisorischer Oberschenkelschiene und
Fixierung linksseitig.
- Lähmungsapparat: Beckenkorb für
rechtsseitigen Oberschenkel-Halbzirkel.
- Im nächsten Raum (Mittelvitrine) befindet sich ein Musterkoffer
eines Orthopädie-Mechanikers, England um 1900.
- MN.: 28.346: Dreiteiliger Apparat mit beweglichem
Schuhbügel für rechtes und linkes Bein.
- Knieruh-Stelzbein, links: auch für
Theaternutzung gebraucht.
- Leihgaben der Firma Otto BOCK: Sportprothese
der unteren Extremität und eine myoelektrische
Armprothese. Hier wird durch zwei Kontaktpunkte
am verbliebenen Muskel das Muskelaktionspotential
ausgenutzt.
- MN.: 22.599: Stütz- und Streckkorsett
mit Kunststoff-Beckenkorb und Kopfstütze.
- Als Feuchtpräparat zu sehen eine Spondylitis
tuberculosa - die tuberkulösen Veränderungen
und Einbrüche der Wirbelbögen durch Tuberkulose. Die
Patienten mußten früher mit Stützkorsett oder
Kunststoffmieder versorgt werden.
- Im nächsten Zimmer Endoprothesen -
künstliche Gelenke, aus Metall, Porzellan, Plastik und
Kunststoff.
Bitte beachten und verwenden Sie auch die "Mitteilungen
des pathologisch-anatomischen Bundesmuseums" Ausgabe 1/91.