Carl Freiherr von Rokitansky
(Skriptum Nr. 7: Eckdaten, Ehrengrab,
Gedenkraum Carl Freiherr von Rokitanksy)

1804 Geburt am 19.2. in Königgrätz
1813 Eintritt in das Gynmasium nach Absolvierung der Normalschule in Königgrätz
1818 Studiumbeginn in Prag
1824 Studium in Wien
1828 Promotion mit der Dissertation "De varioloide vaccinica", Eintritt in die Prosektur Wagners
1832 Supplierende Leitung des Lehramtes bzw. der Prosektur und des Museums
1834 Bestellung zum Ao. Professor und zum Kustos
1842 Studienreise, Ankauf eines Mikroskops
1844 Berufung zum o.Professor
1848 Wirkl. Mitglied der K. u. K. Akademie der Wissenschaften
1849 1. Wahl zum Dekan der med. Fakultät, Wiederwahl in den Jahren 1859/60 und 1862/63
1850 Präsident der Gesellschaft der Ärzte zu Wien
1852 Rector magnificus der Alma mater rudolfina als erster Mediziner
1858 K. u. K. Regierungsrat
1862 Eröffnung des neuen Instututsgebäudes, Ernennung zum Hofrat
1863 Berufung in das Ministerium
1867 Berufung in das österreichische Herrenhaus des Reichsrates
1869 Präsident der K. u. K. Akademie der Wissenschaften
1870 Berufung in den obersten Sanitätsrat
1874 Erhebung in den Freiherrenstand
1875 Emeritierung
1878 23.7. Tod um 5 Uhr morgens

Das Grab Rokitanskys am Hernalser Friedhof (Ehrengrab der Gemeinde Wien). Der große Pathologe und Meister der Autopsie wurde nicht obduziert. Die behandelnden Ärzte vermuten Bronchiektasien mit Herzvergrößerung bzw. ein Aortenaneurysma. Die persönliche Schilderung seiner Symptome in seiner Autobiographie zeichnen aber das deutliche Bild von Angina pectoris Anfällen, sodass Rokitansky sicherlich einem Herzinfarkt erlegen ist.

Neues Institutsgebäude, Spitalgasse, Wien Alsergrund (9. Wiener Gemeindebezirk). 1862 unter Rokitansky eröffnet, beheimatete es bis 1991 das pathologisch-anatomische Institut der Universität. Im Jahre 2000 wurde nach Renovierung das Zentrum für Hirnforschung in diesem Gebäude angesiedelt.
"Indagandis sedibus et causis morborum" (der Erforschung des Sitzes und der Ursachen der Erkrankungen): Die Inschrift ist dem Titel des berühmten Werkes "De sedibus et causis morborum per anatomen indagatis" Giovanni Battista Morgagni 1761 (Anatomische Untersuchungen über Sitz und Ursache der Krankheiten) nachempfunden

Rokitansky-Gedenkraum im Narrenturm

Autor:
OA Dr. Roland Sedivy, Institut für Klinische Pathologie, AKH-Universitätskliniken
Währinger Gürtel 18-20, A-1090 Wien