Wenn es je eine literarische Gestalt deutscher Herkunft gab, die über nachhaltigen Pop-Appeal verfügt, so war und ist das wohl Jerry Cotton. Seit mehr als 50 Jahren in einem zum Teil imaginären New York als "G-Man" des FBI umtriebig, kennt ihn - zumindest dem Namen nach - wirklich jeder. Seine erfolgreichste Zeit hatte er in der prä-digitalen Ära, also in den 60ern und 70ern. Mit Hilfe analoger Utensilien (Kassettenrecorder!) und Texthäppchen (alte Heftln!) nehmen sich
Claudia Zawadil und
Thomas Fröhlich eines charmanten Trivial-Mythos an. Eine rumpelige Zeitreise in die Geschichte der Popkultur, garantiert bit- und byte-frei, dafür garniert mit jeder Menge filterloser Zigaretten, Bourbon zum Frühstück, sinistren Femmes fatales, entschlossenen Männern mit Hüten, wilden Schießereien, heftigen Prügeleien und - nach 68 Seiten - garantierten Happy-Ends.
Zawadil & Fröhlich - Wo die Spannung zuhause ist.
Dazu interviewt Krimiexperte und Mitorganisator Peter Hiess den österreichischen Schriftsteller Josef Preyer (der erst vor kurzem im Narrenturm seinen neuen Krimi über den mysteriösen Tod von Ludwig II. vorstellte). Preyer schreibt seit Anfang 2010 für die berühmte “Jerry Cotton”-Serie und gibt an diesem Abend Auskunft über seine Arbeit an den Romanen, das Image des Helden und andere Fachfragen. Außerdem liest er Passagen aus eigenen "Cotton"-Werken.
Biographie Thomas Fröhlich
Geboren 1963 in Wien; lebt in St. Pölten und Wien. Wissenschaftlicher Bibliothekar an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Veranstalter literarischer und nicht ganz so literarischer Events. Verfasser von Essays zu den Themenbereichen Literatur/Film/Popkultur sowie von Belletristik. Redakteur beim Theatermagazin Spielorte. Hat seine Begeisterung fürs Lesen nicht zuletzt der frühen Lektüre von Jerry Cotton zu verdanken.
Träger des Förderpreises für Kunst und Wissenschaft (Literatur) der Stadt St. Pölten 2008.
Zuletzt: Hrsg. Das Buch der lebenden Toten (gemeinsam mit Peter Hiess, EVOLVER BOOKS 2010)
Biographie Claudia Zawadil
Wenn der 1978 in St. Pölten Geborenen neben ihrem im audio- und videotechnischen Bereich angesiedelten Beruf noch etwas Zeit übrig bleibt, betätigt sie sich als Videojournalistin und Fotografin beim Web-Portal City-Flyer und als Videokünstlerin und DJane. Zudem verfügt sie über langjährige Erfahrung als Moderatorin ihrer Radiosendung BlackXplosion, bei der sie die Hörerschaft mit einer 60er- und 70er-Jahre Soul-Funk-Jazz Melange verwöhnt.
Josef Preyer/Bio & Publikationsliste
J. J. Preyer, geboren 1948 in Steyr, Österreich
Ab dem 14. Lebensjahr literarische Veröffentlichungen
Studium Deutsch, Englisch in Wien
Lehrtätigkeit in der Jugend- und Erwachsenenbildung
1976 Auslandsjahr in Swansea in Wales
1982 Initiator des Marlen-Haushofer-Gedenkabends, der durch die Teilnahme des Wiener Kulturjournalisten Hans Weigel den Anstoß zur Wiederentdeckung der Autorin gab
Mitarbeit an der Kinderzeitschrift "KLEX" von Peter Michael Lingens
1996 gründete Josef Preyer den Oerindur-Verlag, einen Verlag für lesbare Literatur und Krimis. Herausgabe von Romanen C. H. Guenters.
Veröffentlichungen:
Datura, Novelle, 1996, Oerindur Verlag
Die neun Häupter der Hydra, Kriminalroman, 2004, mgverlag
Die Chimären des Hieronymus Bosch, Kriminalroman, 2005, mgverlag
God’s Eye, Kriminalroman 2006, mgverlag
Jene leuchtenden Tage, Naturroman, 2005, edition innsalz
Prosabeitrag Quis ut deus in der von Erich Hackl herausgegebenen Anthologie
Das Y im Namen dieser Stadt, 2005, Verlag Ennsthaler
Holmes und die Freimaurer, Kriminalroman, 2006, Blitz Verlag
Gralsspur, Kriminalroman, 2007, Oerindur Verlag
Im Banne der Hydra, Kriminalroman, 2007, Oerindur Verlag
Ermittlungen im Falle Mutzenbacher, Literaturkrimi, 2008, Oerindur Verlag
Enrica von Handel-Mazzetti, ein biografisches Lesebuch, 2009, Sutton Verlag
Sherlock Holmes und die Shakespeare-Verschwörung, Kriminalroman, 2009, Blitz Verlag
Das Kennedy-Rätsel, Kriminalroman, 2009, Blitz Verlag
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